Die Gemeinde Heerlen in den Niederlanden war auf der Suche nach erfahrenen Partnern für die
Realisierung eines Minenwasserprojektes zur Nutzung geothermaler Energie. Wichtige Kriterien waren
hohe technische Kompetenz und Erfahrung sowie eine integrierte Systemlösung aus einer Hand.
Gemeinsam mit dem Partner Profilplast Pipesystems B.V. wurde ein komplexes Rohrleitungssystem
aus SIMONA
® PP-H AlphaPlus entwickelt. Zwei unisolierte Rohrleitungen befördern das kalte Wasser
zur Energiezentrale hin und wieder zurück in die Minen. Das dritte System besteht aus
vor-isolierten Rohren und Formteilen. Das warme Erdwasser kann so ohne wesentlichen Wärmeverlust
transportiert werden.
Seit 2005 verfolgen sieben europäische Partner ein gemeinsames Ziel – der Beweis, dass
Grundwasser aus stillgelegten Minen zur Gewinnung von geothermaler Energie technisch möglich,
ökonomisch sinnvoll und umweltfreundlich ist.
Als Pilotprojekt für dieses einmalige Konzept entschloss sich die Stadt Heerlen fünf
Tiefenbohrungen vorzunehmen. Aus einer Tiefe von 700 Meter wurde Minenwasser an die Oberfläche
befördert. Heerlen ist somit der führende Partner des Minewater Projects und das wirtschaftliche
Zentrum für nachhaltige Energiegewinnung.
Genau unter der Erdoberfläche beträgt die Temperatur ungefähr 10° Celsius. Mit jeden 100 Meter
nimmt die Temperatur ungefähr 3° Celsius zu. Nach der Schließung einer Mine hören Pumpen auf, das
Grundwasser aus den Stollen abzuleiten. Das anstehende Wasser füllt die Schächte und nimmt die
umgebende Erdtemperatur an.
Daher beinhalten Minenstollen in großer Tiefe warmes Wasser. Stollen in niedriger Tiefe
wiederum beherbergen kaltes Wasser. Das Minewater Concept handelt von der Nutzung dieses warmen und
kalten Wassers für das Heizen und Kühlen von Gebäuden.
Quelle:
http://www.minewater08.eu
Weitere Informationen über SIMONA GEO-Line Rohrleitungssysteme finden Sie in der SIMONA Praxisstudie 13.
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